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Wenn alles zu viel wird und Entspannung allein nicht die Antwort ist.
Klassenarbeiten, Erwartungen, Vergleiche, Freundschaften, Zukunftsfragen. Im Leben von Jugendlichen passiert oft vieles gleichzeitig und das kann sich auch in deiner Teenyogastunde zeigen. Manche Jugendliche wirken unruhig oder können sich kaum auf eine Übung einlassen. Andere sind körperlich angespannt, mit ihren Gedanken ganz woanders oder haben Schwierigkeiten, einfach einmal nichts leisten zu müssen. Vielleicht merkst du auch gar nicht sofort, wie viel Druck ein Jugendlicher gerade erlebt, denn Stress sieht nicht immer nach Stress aus und genau deshalb ist die nächste Entspannungsübung nicht automatisch die passende Antwort.
Was macht es für deinen Teenyoga-Unterricht für einen Unterschied, ob ein Jugendlicher körperlich angespannt ist, gedanklich nicht zur Ruhe kommt oder sich ständig unter Druck setzt, etwas richtig machen zu müssen?
Nicht jeder volle Kopf braucht dieselbe Übung und genau hier setzen die Teenyoga Stundenbausteine „Wenn alles zu viel wird“ an.
Statt Stress einfach mit möglichst vielen Entspannungsübungen zu beantworten, lernst du unterschiedliche Zugänge kennen, mit denen du deine Jugendlichen im Yogaunterricht begleiten kannst. Die Stundenbausteine zeigen dir dabei verschiedene Wege, mit Stress, innerer Unruhe und Leistungsdruck im Teenyoga zu arbeiten:
- Körper & Spannung: Wenn Stress körperlich spürbar wird und Jugendliche einen Zugang zu Anspannung und Loslassen brauchen.
- Atem & Regulation: Wenn der Atem zum bewussten Wahrnehmen und Begleiten innerer Zustände genutzt werden kann.
- Aufmerksamkeit & Reizflut: Wenn der Kopf ständig zwischen Gedanken, Eindrücken und Anforderungen hin- und herspringt.
- Gedanken & Grübeln: Wenn Gedanken immer wieder auftauchen und es schwerfällt, Abstand zu ihnen zu gewinnen.
- Leistungsdruck & Kontrolle: Wenn Noten, Erwartungen und Ergebnisse so wichtig werden, dass kaum noch Raum für etwas anderes bleibt.
- Regeneration & Nicht-Tun: Wenn Jugendliche erleben dürfen, dass sie im Yoga nichts erreichen, beweisen oder besonders gut machen müssen.
Zu jedem Weg erhältst du fachliche Hintergründe und konkrete Stundenbausteine, die du direkt in deinen Teenyogaunterricht integrieren kannst. So entsteht nicht einfach eine weitere Sammlung von Übungen, sondern ein Fundus, aus dem du passend zur Situation und zu deiner Gruppe auswählen kannst. Du musst Stress nicht wegmachen, aber du kannst deinen Teenyoga-Unterricht bewusster gestalten. Vielleicht braucht eine Gruppe heute zunächst kraftvolle Bewegung, um körperliche Spannung wahrzunehmen. Vielleicht hilft es mehr, die Aufmerksamkeit zu sammeln, als sofort eine Entspannung anzuleiten. Vielleicht liegt der entscheidende Zugang darin, gemeinsam zu entdecken, warum ein bestimmtes Ergebnis plötzlich so viel Macht über die eigenen Gedanken bekommt. Oder vielleicht ist das Wertvollste an deiner Stunde, dass Jugendliche einmal nichts leisten müssen.
Je genauer du verstehst, was hinter dem Stress steckt, desto mehr Möglichkeiten entstehen für deinen Unterricht.
Dabei geht es nicht darum, Stress mit ein paar Yogaübungen verschwinden zu lassen, sondern darum, Jugendlichen unterschiedliche Erfahrungen mit ihrem Körper, ihren Gedanken, ihrer Aufmerksamkeit und ihrem Umgang mit Anforderungen zu ermöglichen.
Für Teenyogastunden, die mehr können als „ein bisschen runterkommen“ und damit aus „Die Jugendlichen sind gestresst und wir machen heute Entspannung.“ eine viel interessantere Frage wird: „Was beschäftigt meine Jugendlichen gerade wirklich und was kann Yoga ihnen dazu anbieten?“







